Liebe Bandmitglieder, liebe Crew, liebe Freunde, liebe Fans,
ich möchte hier nun einige Zeilen als Erinnerung an eine wunderbare Zeit und zum Abschied schreiben.
Das erste Mal sah ich Right Now in Gornsdorf am 20.10.2001. Cazi war der erste den ich traf. Ich fragte nach der Band und wurde nach oben verwiesen. Eine kleine Treppe führte mich zu einem kleinen verrauchten Raum, oben angekommen sahen mich ca. 20 Augen erforschend an.
"Hallo, ich bin Nadin und suche den Christian." Der saß auch gleich mit im Backstage, mit ihm hatte ich den ersten Kontakt per E-Mail. So stellte ich mich nun der Band „Right Now aus Berlin“ vor. Ich bewarb mich als zweite Sängerin. Die Blicke von Maria, der damaligen Frontsängerin, habe ich noch in Erinnerung
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"Das waren noch Zeiten!
2 Grazien und einer
mit ner Kippe im Mund!!" | "Gesicht 2002" | "Das erinnert mich immer an.. siehe Tagebucheintrag 12.08.2002!!" |
Von nun an begann eine aufregende Zeit. Ich hatte damals keinen weiteren Job und konnte mich voll auf die neue Arbeit stürzen. Aus meinem kleinen Hobby wurde nun mein Hauptberuf. Raus aus Leipzig rein nach Berlin.
Es wurde geprobt, gefeiert, gesungen, Freundschaften geschlossen, Städte und Dörfer erobert und viele neue aufregende Dinge fanden statt.
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"Die eine steht, die andere tanzt!" | "8 Musiker brauchen Platz!!!" | "Give me a kiss!" |
Hier nur ein kleiner Auszug meiner größten und schönsten Erinnerungen:
- der Blick von der Bühne auf die Leute
- Backstage-Partys in 5-Sterne-Hotels oder im "Fuchsbau", wo ich das erste Mal was "geraucht" habe und deswegen Gummibären ans Fenster schmiss
- Frühstück mit Band (ich liebte es)
- Saschas ungelungener Sprung von der Bühne, Landeplatz auf mir! ICH HÄTTE MIR DAS GENICK BRECHEN KÖNNEN!!!!!!
- das aus Liebeskummer mit Tränen endende Besäufnis in Gornsdorf (Tomi schaffte es nach 2 Stunden mich aus dem Klo zu holen)
- der aufziehende Mega-Sturm in Klötze zum Open Air und Christian war der einzige der nach den alarmierenden Durchsagen im Radio daran glaubte, das irgendjemand noch zum Konzert kommt. Er hatte aber Recht.
- die fette Feier im SnowFunpark Wittenburg
- 2005 die Reise per Flugzeug zum Gig nach Bressanone Nähe Italiens, wo ich vor vielen schwarzgekleideten langhaarigen Hardrockmetallern stand und zu singen begann "First I was afraid"
- ehemalige Bandmitglieder Maria, Alice, Chris, Andy, Micha
- Püppi, mein starker großer Freund
- treue Fans wie die Highway to Party Girls, Fossie, Nici, Connie, Lydia, Daphne, Ute & Familie, Katja, Anja, Susi, Nightsite Jan, Sandra, Claudia, Franzi, Anne und noch viele viele mehr....
- die komplette Crew damals wie heute
- die grüne Pavillion Front
- Mai- und Hafenfest in Neuruppin
- Urlaub 2003 mit Cazi in Gran Canaria, Tequila olé
- die lustige Security
- Fullmoon Festival 2005
- Silvester im Kesselhaus
- Tobis Gartenparty
- und vieles mehr
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"The best Doubleshow in the world!" | "Das ist mein allerliebstes Lieblingsfoto!" | "ItŽs fun to stay at the....." |
Eine ganz besondere Freundschaft aus der großen Right Now Familie schloss ich mit Madlen. Die hing mir übrigens damals mal ein Verhältnis mit Tomi an! Auch eine Erinnerung, die mich zum schmunzeln bringt
Mit ihr konnte ich immer über Freud und Leid reden. Zum abtanzen waren wir beide auch mal in Berlin und Leipzig unterwegs. Und ich schwöre bei Gott, daran wird sich nichts ändern. 200 km sind nichts gegen eine wunderbare Freundschaft!
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"Sing star 21! Gib alles Baby!" | "Ferdsch!" | "Bauch rein, Titten raus, Mund auf....Sascha wo guckst Du hin?" |
Mitte 2005 bekam ich noch eine Vollzeitstelle als Chefsekretärin. Der Job verlangte meinen vollen Einsatz. Auch der Zeit- und Arbeitsaufwand bei Right Now stieg enorm an. Ich wollte bei beiden 100% und mehr geben. Anfangs hatte ich noch die Kraft und Energie dazu.
Doch die letzte Zeit konnte ich nur noch 50 % und weniger geben. Ständige Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, das Immunsystem geschwächt und ich wurde ständig krank, die Nerven blank, alles wurde anstrengender und schwerer. Manchmal musste ich mich vor lauter Stresssymptomen übergeben.
Ich habe gekämpft und wollte den Gedanken nicht war haben, Right Now aus irgendeinen Grund jemals zu verlassen. Aber diesen Kampf habe ich leider verloren. Meine Gesundheit verschlechterte sich von Tag zu Tag, es fiel mir immer schwerer ins Auto zu steigen, los zu fahren, die Pflichten vor dem Gig zu erledigen, wach zu bleiben, auf der Bühne eine tolle Show abzugeben, nach dem Auftritt weitere Aufgaben zu erledigen, und noch schwerer fiel es mir, nach Hause zu fahren. Aus 2 Stunden wurden manchmal 3 Stunden, da ich an jeder Tankstelle anhalten musste, um zu schlafen. Ich hatte das Gefühl meine Grenze erreicht zu haben. Nach einem verschlafenen Sonntag fing die Woche von vorne an, an Urlaub war nicht zu denken. Auch meine Beziehung litt unter den blanken Nerven und der ständigen Müdigkeit.
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"Hübsches Paar!" | "I had the time of my live!" | "Bitte lauter als der Gitarrist!" |
Mein schmerzender Bauch hat mir letztendlich die Entscheidung abgenommen. Ich entschied mich zum ersten Mal gegen Right Now und faste unter Tränen meine Gedanken in Worte: „Ich kann nicht mehr. Ich werde die Band verlassen.“
Der Preis für eine wunderbare Zeit bei Right Now war hoch, aber er war nicht umsonst! Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich alles genauso machen, wie ich es getan habe. Mit der Erfahrung und Reife zum jetzigen Zeitpunkt, mit der Gesundheit vor 6 Jahren.
Ich bin unendlich stolz auf mich, fast 6 Jahre lang dabei gewesen zu sein. Das hat vor mir keine Sängerin bei Right Now geschafft.
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"Raus Du Sau!" | "Mein privater Weihnachtsmann in jeder Hinsicht..." |
Ich werde meine freie Zeit, meine freien Wochenenden, genießen. An jeder Familienfeier kann ich wieder teilnehmen. Alte verlorene Freunde wieder finden und fette Partys feiern, nicht singen, sondern tanzen! Oh, hat mir das gefehlt. In einem kleineren Rahmen weiterhin Musik machen. Eine Familie gründen!
Ich werde dennoch alles unendlich vermissen, jedes kleinste Detail. Der Abschied fällt mir sehr schwer!
Aber Right Now ist Gott sei Dank nicht aus der Welt! Wir sehen uns wieder! Vor der Bühne, hinter der Bühne, vielleicht auch „anders“ auf der Bühne. Vielleicht mal als Vorband von mir, vielleicht bin ich auch die Vorband. Wenn ich heirate spielt Right Now die Musik und feiert mit. Wenn es ein Junge wird, wird er Schlagzeuger von „RN junior“. Die little Lady wird Sängerin! Also, wie man sieht: Das war´s noch lange nicht! Ich werde mich auf jedes Wiedersehen mit Euch freuen.
Ich wünsche Euch allen noch viel Kraft für das was noch kommt. Viel Glück bei allem was Ihr macht. Viele neue treue Fans. Gesundheit in jeder Hinsicht. Ihr ward ein großer Teil meines Lebens. In jeder Geschichte, die ich zu erzählen habe, werdet Ihr einen Platz haben. Ihr habt mir in vielen Dingen geholfen und mich fürs Leben geprägt. Dafür sag ich Danke, Ihr werdet immer in meinem Herzen sein!
Eure Nadin, Nadl, Nadinchen, Adinsche, Sonnenschein, Schneckchen, Schnecke, Schniepel